Kiko Guter Rat 02

Das KiKo-Konzept umfasst die wichtigsten zu versichernde Risiken, unabhängig von einem Produktanbieter.

Kindervorsorge für den Fall der Pflegebedürftigkeit.

Das Problem „Pflegefall“ trifft bei weitem nicht nur Eltern bzw. Rentner. So waren im Jahr 2013 laut statistischen Bundesamts 72.504 Kinder pflegebedürftig, fast so viele wie Pflegebedürftige wie zwischen dem 60. bis 65. Lebensjahr (95.262). Aber im Unterschied zu den Älteren (60-65 Jährigen), wo fast jeder vierte Pflegebedürftige stationär versorgt wird, sind es bei Kindern nur 375 gewesen – das sind 0,52%.

Das bedeutet, dass meistens ein Elternteil sein Berufsleben aufgegeben hat, um sein pflegebedürftiges Kind zu betreuen oder eine Teilzeitpflege nutzt. Besonders nachteilig ist, wenn Kinder gleichzeitig von einer Behinderung (z. B. durch Unfall, Krankheit, Geburtsfehler, Gen-Defekt) betroffen sind und pflegebedürftig werden. Die Verantwortung für Eltern und auch für die Großeltern ist somit sehr groß, wenn das Kind oder Enkelkind pflegebedürftig wird. Das finanzielle Risiko kann am höchsten eingeschätzt werden, aufgrund der ambulanten Pflegekosten für das Kind, der Wegfall des Einkommens eines Elternteils (z.B. durch Arbeitszeitverringerung oder Beendigung der Berufsausübung) und die Kosten für eine spätere Wiederintegration in das Berufsleben (z.B. durch eine neue Ausbildung).

  1. 2017
  2. 2015
  3. 2013
  4. 2011

Pflegebedürftige Kinder unter dem 15. Lebensjahr
Ergbnisse des Statistische Bundesamt (www.destatis.de)

  Jahr:2017  
  Gesamt:113.854  
  Ergbenisszu-/abnahme: + 41,37% 
  davon stationär:225  
  davon teilstationär:1  
  davon zu Hause gepflegt:113.628  

Pflegebedürftige Kinder unter dem 15. Lebensjahr
Ergbnisse des Statistische Bundesamt (www.destatis.de)

  Jahr:2015 
  Gesamt:80.539 
  Ergbenisszu-/abnahme: + 9,06% 
  davon stationär:201 
  davon teilstationär:24 
  davon zu Hause gepflegt:80.338

Pflegebedürftige Kinder unter dem 15. Lebensjahr
Ergbnisse des Statistische Bundesamt (www.destatis.de)

  Jahr:2013 
  Gesamt:73.848 
  Ergbenisszu-/abnahme: + 9,25% 
  davon stationär:375 
  davon teilstationär:11 
  davon zu Hause gepflegt:73.473

Pflegebedürftige Kinder unter dem 15. Lebensjahr
Ergbnisse des Statistische Bundesamt (www.destatis.de)

  Jahr:2011 
  Gesamt:67.734 
  Ergbenisszu-/abnahme: + 2,24% 
  davon stationär:140 
  davon teilstationär:
  davon zu Hause gepflegt:67.594

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist und bleibt nur eine Teilkaskoversicherung. Die Folgen für die Elternteile sind erheblich, denn eine spätere Rückkehr in das Arbeitsleben ist oft für den Elternteil der pflegt schwieriger. Neben den Pflegekosten fällt zusätzlich das fehlende Einkommen des jeweiligen Elternteils ins Gewicht. Vom Zeitpunkt der Geburt bis hinein ins hohe Alter wird diese finanzielle Bedrohung sehr oft unterschätzt, z.B. was auch die Zusatzkosten für Umbau, Umschulung aber auch laufende Kosten angeht.

Ein monatliches Pflegetagegeld für Kinder erhält man aber bereits ab 6 Euro im Monat. Die Zunahme der Pflegefälle in Deutschland ist seit Jahren ungebremst hoch (allein bei Kindern von 2011 bis 2013 um 9%) und es ist mit weiteren Steigerungen zu rechnen, zudem wird in einigen Jahren bis Jahrzehnten der Sozialstaat vor nicht lösbaren finanziellen Problemen stehen. Rechtzeitige Vorsorge ist also nicht nur wichtig, sondern für solche Ernstfälle unverzichtbar.

Die Demographiefalle
Im Jahr 2013 waren bereits 2.5 Mill. Personen (1995: 1.0 Mill.) pflegebedürftig, das entspricht der Einwohnerzahl von München und Köln zusammen. Nach Angaben des BMG steigt die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 auf 3,22 Millionen (also so viele Menschen wie in München, Köln, Frankfurt a.M. und Koblenz zusammen) und bis 2050 auf 4,23 Millionen. Das Finanzministerium warnt vor einer „demografischen, ökonomischen und fiskalischen Bombe“ im Sozialsystem (Handelsblatt 19.04.2015). Bei all diesen vielen Warnungen ist es somit wichtig, dass Problem nicht unter den Teppisch zu kehren, sondern eine Lösung über eine private Pflegezusatzversicherung so früh wie möglich zu suchen.

Wichtiger Tipp: Lesen Sie auch den Artikel zu den gesetzlichen Ansprüchen ... mehr gn


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